5 häufige Übersetzungsfehler und wie sie vermieden werden

Katharina Reiter Katharina Reiter

Inhalt

Die Qualität von Übersetzungen ist entscheidend für den globalen Erfolg. Fehler in Übersetzungen bergen ein erhebliches Geschäftsrisiko, da sie die Markenautorität untergraben und laut Studien die Conversion-Rate im E-Commerce um bis zu 70 % senken können. Sie gefährden das Vertrauen der Kunden und können sich kostspielig für die Marke auswirken. Meist entstehen solche Fehler nicht durch mangelnde Sprachkenntnisse, sondern durch fehlende Prozesse in der Projektplanung. Hochwertige Übersetzungen sind ein strategischer Prozess, der weit über die reine Wortübertragung hinausgeht.

Die häufigsten Übersetzungsfehler und ihre Lösungen

Wort-für-Wort-Übersetzungen

Einer der meist verbreiteten Fehler in der internationalen Kommunikation ist die wortwörtliche Übersetzung. Dabei bleibt die Übersetzung oft starr an der syntaktischen Struktur der Ausgangssprache hängen und ignoriert idiomatische Feinheiten. Das Ergebnis wirkt auf Muttersprachler häufig hölzern, unfreiwillig komisch oder im schlimmsten Fall sogar beleidigend. Ein klassisches Beispiel ist die Marke Schweppes: In Italien wurde ihr „Tonic Water“ fälschlicherweise als „Toilettenwasser“ beworben. 

Um solche Reputationsschäden zu vermeiden, setzen Unternehmen auf Transkreation. Dabei werden Inhalte kreativ adaptiert, sodass die emotionale Wirkung und die Markenbotschaft in der Zielsprache neu erschaffen werden, anstatt nur Wörter zu tauschen.

Fehlende kulturelle Anpassung

Sprache existiert nie im luftleeren Raum, sondern ist untrennbar mit Kultur verbunden. Wer kulturelle Tabus, lokale Symbole oder Farbcodes ignoriert, wird am Zielmarkt scheitern – selbst wenn die Grammatik perfekt ist. Lokalisierung beschreibt die umfassende Anpassung eines Produkts an die psychologischen Erwartungen eines Zielmarktes. Ein prominentes Beispiel hierfür lieferte Procter & Gamble in Japan. Das Unternehmen verwendete auf Windelverpackungen das Motiv eines Storches, der Babys bringt, das aus westlicher Perspektive stammt. Da diese Legende in Japan jedoch völlig unbekannt ist, sorgte die Werbung für massive Verwirrung. 

Um eine kulturelle Resonanz zu garantieren, setzen Unternehmen auf Experten, die sich mit den jeweiligen Ländern auskennen. Diese Fachübersetzer prüfen die Inhalte und passen sie an die landesspezifischen Gegebenheiten und Erwartungen an.

Unkritischer Einsatz von Übersetzungstools

Moderne KI-Tools wie DeepL oder Google Translate haben die Branche revolutioniert. Doch ohne menschliche Aufsicht bleiben sie ein Sicherheitsrisiko. Automatisierte Systeme sind zwar hervorragend darin, Muster zu erkennen, scheitern jedoch oft am Kontext. So kam es beispielsweise vor, dass der Name „Dolores del Campo” von einem Algorithmus als „Schmerzen des Feldes” übersetzt wurde.

Der heutige Standard für Unternehmen ist die sogenannte MTPE (Machine Translation + Post-Editing). Dabei kombiniert das Verfahren die Geschwindigkeit von maschinellen Übersetzungen mit der Erfahrung und dem sprachlichen Feingefühl von Humanübersetzern. 

Inkonsistente Terminologie

Wenn innerhalb einer Website, eines Handbuchs oder einer Kampagne verschiedene Begriffe für ein und dasselbe Konzept verwendet werden, leidet die Markenidentität. Diese Inkonsistenz führt zu Kundenverwirrung und schwächt zudem die SEO-Performance. 

Terminologie-Management ist die zentrale Steuerung von Fachbegriffen, um eine einheitliche Unternehmenssprache über alle Kanäle hinweg zu garantieren. Um dies technisch umzusetzen, arbeiten Profis mit Translation Memories. Diese Datenbanken speichern bereits validierte Sätze und Fachwörter. So wird sichergestellt, dass ein einmal festgelegter Begriff in jedem zukünftigen Dokument identisch verwendet wird.

Unser Ansatz für professionelle Fachübersetzungen

Unser weltweites Netzwerk an muttersprachlichen Fachübersetzern mit Branchenkenntnis sichert die sprachliche und fachliche Präzision. Strukturierte Abläufe und Qualitätssicherung innerhalb unseres Projektmanagements verbinden technische Genauigkeit mit kultureller Sensibilität. 

Fazit

Übersetzungsqualität ist planbar. Fehler entstehen meist durch fehlende Prozesse, nicht durch fehlende Sprachkenntnis. Strategische Lokalisierung und konsequente Qualitätssicherung verhindern Reputationsschäden und sichern internationalen Erfolg.

FAQ

Was ist ein häufig auftretender Übersetzungsfehler?
Wort-für-Wort-Übersetzungen ohne Berücksichtigung von Kontext und Kultur.

Wie können Unternehmen Übersetzungsfehler vermeiden?
Durch Transkreation, Lokalisierung, Post-Editing, zentrale Terminologie und systematisches Lektorat / Korrektorat.

Ist Maschinelle Übersetzung zuverlässig?
Sie ist effizient, aber nur in Kombination mit dem Lektorat von Humanübersetzern zuverlässig.

Warum ist kulturelle Anpassung wichtig?
Ohne Anpassung können Inhalte missverstanden werden und negative Auswirkungen auf Markenimage haben.

Welche Tools helfen bei Konsistenz?
Glossare, Styleguides und Translation Memories.

Vermeiden Sie teure Missverständnisse und setzen Sie auf sprachliche Präzision. Unser weltweites Netzwerk an muttersprachlichen Fachübersetzern unterstützt Sie dabei, Ihre Botschaft nicht nur zu übersetzen, sondern weltweit wirksam zu platzieren!

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